Ein Jobwechsel kann Angst machen.

Warum die Angst vor dem Jobwechsel unbegründet ist

Große, fette, behaarte Spinnen, die in der Ecke mit gefühlt 127 Augen darauf lauern, dass man genau dort vorbei gehen muss, damit sie sich auf einen stürzen können. Mein persönlicher Albtraum. Meistens ist es nur eine. Und eigentlich ist sie auch nie wirklich groß. Aber fett und behaart und sie starrt mich an. Immer. Warum sie sich allerdings auf mich stürzen sollte, kann ich auch nicht erklären. Aber so sind sie eben, unsere Ängste: meistens völlig unbegründet, oft irreal und je länger man sie aussitzt, statt sie zu bekämpfen, umso größer werden sie.

Heute, am internationalen Stell-dich-deinen-Ängsten-Tag, möchten wir uns vor allem der Angst vor einem Jobwechsel widmen. Als Personalberatung erfahren wir eine ganze Menge wirklich unbegründeter Ängste, die den Bewerbungsprozess begleiten können. Manchmal ist diese Angst sogar so ausgeprägt, dass manche sich lieber mit Magengrummeln jeden Tag durch einen ungeliebten Job quälen, statt neue Herausforderungen anzugehen und ihre beruflichen Ziele zu verfolgen. Aber damit ist jetzt Schluss! Stellt euch euren Ängsten! Wir unterstützen euch dabei und bekämpfen mit euch zusammen eure Angst. In diesem Beitrag über die typischen Ängste bei einem Jobwechsel, geben wir euch Tipps, wie ihr diese überwinden und den Schritt in eine neue Karriere wagen könnt.

Typische Ängste bei einem Jobwechsel

Die Angst, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein

In die klassischen Stellenanzeigen wird erst einmal alles hineingeschrieben, was eine potenzielle neue Mitarbeiter:in so mitbringen könnte. Je höher man die Karriereleiter hinaufklettert, umso detaillierter werden meistens die Anforderungen. Dass es in diesem Universum kaum Kandidat:innen gibt, die wirklich alle Anforderungen mitbringen und dann im besten Fall auch noch seit Jahren täglich anwenden, ist aber auch den Personalabteilungen der Unternehmen klar. Die wichtigsten, unbedingt nötigen Anforderungen stehen gleich als erstes. Wenn ihr die ersten drei Punkte durchlest und mit allem dort Beschriebenen etwas anfangen könnt, dann passt ihr auch auf die Stelle.

Das könnt ihr tun: Denkt mal ganz in Ruhe darüber nach, was ihr in den letzten Jahren an Aufgaben erledigt und an Projekten abgeschlossen habt. Welches Know-how bringt ihr durch Ausbildung oder Studium schon mit? Habt ihr euch vielleicht zusätzliche Kenntnisse durch Weiterbildungen aneignen können? Macht euch klar bewusst, was ihr könnt und dann geht selbstbewusst den nächsten Schritt in die neue berufliche Herausforderung.

Die Angst vor dem Neustart

Das Neue und damit Unbekannte bereitet den meisten Menschen mindestens Unbehagen. Eine gewohnte Struktur, immer wiederkehrende Prozesse und Routine geben ein Gefühl von Sicherheit. Fehlt diese, fühlt man sich unwohl. Die Aufregung vor dem Start in einen neuen Job ist also ganz normal. Ihr kennt die Arbeitsabläufe noch nicht, wisst nicht, wo ihr was findet und wen ihr fragen könnt. Ganz entspannt – das geht jedem so. Übrigens auch euren neuen Arbeitskolleg:innen, denn die kennen euch ja auch noch nicht. Und niemand erwartet an euren ersten Tagen Höchstleistungen, die sind erstmal zum Ankommen da. Also bleibt ganz ruhig und schaut euch das Ganze entspannt an. Was sollte denn auch passieren? Die Probezeit ist schließlich nicht nur für den Arbeitgeber da.

Das könnt ihr tun: Denkt positiv. Ein Neustart ist immer eine neue Chance. Nutzt sie! Egal, welche Erfahrungen ihr bisher gemacht habt, lasst sie hinter euch. Ihr habt den neuen Job schließlich nicht ohne Grund bekommen. Also los – dies ist eure Chance für ein großartiges, neues Kapitel in eurem Leben!

Die Angst, sich in ein neues Team eingliedern zu müssen

Gerade, wenn man schon lange für seinen letzten Arbeitgeber tätig war oder sich einfach besonders gut mit den ehemaligen Kolleg:innen verstanden hat, sind die Bedenken groß, diesen Zusammenhalt nie wieder zu finden. Aber keine Sorge: auch der zukünftige Arbeitgeber möchte, dass ihr ins Team passt und euch wohl fühlt. Ihr könnt euch also sicher sein, dass es vielfältige Onboarding-Maßnahmen und Gespräche geben wird, die euch das Ankommen und Kennenlernen der neuen Kolleg:innen erleichern werden. Fragt einfach beim Vorstellungsgespräch mal danach.

Das könnt ihr tun: Macht euch bewusst, dass es nicht nur darum geht, dass ihr gemocht werdet, sondern auch, dass ihr euch selbst wohlfühlt. Viele Unternehmen stellen potenzielle neue Arbeitnehmer:innen darum auch innerhalb des Bewerbungsprozesses schon dem neuen Team vor. Falls das nicht geplant ist, fragt proaktiv danach. Kein Personalverantwortliche:r wird euch das übel nehmen.

Die Angst, auf Kolleg:innen (oder sogar Chef:innen) zu stoßen, die man nicht mag

Mit Menschen zusammen arbeiten zu müssen, die einem Bauchschmerzen, Kopfschmerzen oder sogar beides verursachen, macht keinen Spaß. Deswegen ist es völlig verständlich, dass einem diese Vorstellung Sorgen macht. Vor allem, wenn man diese Erfahrung bereits machen musste. Aber auch hier gilt: neuer Job, neues Glück! Falls das nicht ohnehin schon so umgesetzt wird: Fragt nach der Möglichkeit, mit eurem späteren Vorgesetzten sprechen zu können. Nutzt dieses Vorstellungsgespräch, um auch selbst Fragen zu stellen. Zum Beispiel, wie die Team-Atmosphäre so ist, ob man auch nach Feierabend mal miteinander etwas unternimmt oder wie man mit Konflikten im Team umgeht. Aus der Antwort kann man häufig schon recht viel herauslesen.

Das könnt ihr tun: Seid einfach ihr selbst. Verstellen könnt ihr euch auf lange Zeit sowieso nicht, also lasst es einfach. Wichtig ist, dass ihr in das Team passt, so wie ihr seid und das könnt ihr nur so feststellen. Geht positiv auf das neue Team zu und gebt ihm die Chance, das beste Team zu werden, mit dem ihr je zusammengearbeitet habt!

Die Angst, im neuen Job zu Scheitern

Zuerst einmal: Niemand ist perfekt. Fehler gehören zum Leben dazu. Zu jedem. Entscheidend ist nur, wie man mit diesen Fehlern umgeht. Im besten Fall kann man sogar daraus lernen. Nämlich, wenn man sich bewusst macht, warum etwas schief gelaufen ist. Waren die Erwartungen zu hoch? Hat man die Aufgaben falsch eingeschätzt? Oder passt man vielleicht doch einfach nicht in ein Startup? Diese Fehler werden euch beim nächsten Mal ganz sicher nicht mehr passieren.
Aber, Hand aufs Herz, ist ein komplettes Scheitern wirklich wahrscheinlich? Schätzt Eure Erfahrung und Expertise realistisch ein und überlegt, ob ihr dem Job gewachsen seid. Klar, wenn ein Geigenlehrer sich auf eine Stelle als Raketentechniker bewirbt (und umgekehrt) ist das Scheitern vorprogrammiert, aber ist das wirklich realistisch? Vielmehr ist es doch so, dass einen die Stellen interessieren, die seiner Expertise entsprechen und dazu neue Herausforderungen bereit halten.

Das könnt ihr tun: Macht euch zuerst einmal bewusst, dass Scheitern nichts Schlimmes ist. Im besten Fall lernt ihr sogar daraus, was ihr wirklich wollt und was vielleicht doch eher nichts für euch ist. Hört auf, an euch zu zweifeln und macht euch eure Stärken bewusst, dann nehmt ihr die Chance eher war als die Probleme, die auf euch zukommen könnten.

Also: keine Angst vor einem Jobwechsel! Wenn euer aktueller Job euch nicht glücklich macht, kann es doch nur besser werden, oder? Klickt euch doch einfach mal durch unsere Stellenangebote, vielleicht ist ja euer Traumjob schon dabei.

 

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